Shilajit oder Ashwagandha: Der ehrliche Vergleich
Die kurze Antwort
Shilajit ist ein mineralisches Harz aus dem Hochgebirge, Ashwagandha (Schlafbeere) die Wurzel einer Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse. Beide stammen aus der ayurvedischen Tradition, beide werden heute als Nahrungsergänzungsmittel verkauft, und für keines sind in der EU gesundheitsbezogene Angaben zugelassen. Bei Ashwagandha sollten Sie wissen, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) von der Einnahme abrät.
Shilajit und Ashwagandha werden oft gemeinsam genannt, weil beide aus dem Ayurveda kommen. Davon abgesehen haben sie wenig gemeinsam. Dieser Artikel erklärt sachlich, was die beiden sind, was die Forschung zeigt und was deutsche Behörden dazu sagen. Wir verkaufen Shilajit, aber kein Ashwagandha.
Was ist Shilajit?
Shilajit ist ein dunkles Harz, das in Gebirgen wie dem Himalaya aus Felsspalten austritt. Es entsteht über sehr lange Zeiträume aus abgebauten Pflanzenresten und besteht vor allem aus Fulvinsäure, Huminsäure und Spurenelementen. In Mitteleuropa ist es auch als Mumijo bekannt. Mehr dazu in Was ist Shilajit?
Was ist Ashwagandha?
Ashwagandha, botanisch Withania somnifera, wird auf Deutsch auch Schlafbeere oder Winterkirsche genannt. Verwendet wird vor allem die Wurzel, als Pulver, Kapseln, Tropfen oder Tee. Im Ayurveda hat sie eine lange Tradition, heute wird sie meist im Zusammenhang mit Stress und Schlaf beworben.
Was zeigt die Forschung?
Zu beiden Stoffen gibt es einige kleinere Studien, meist mit bestimmten Extrakten und über wenige Wochen. Zu Ashwagandha gibt es mehr Studien als zu Shilajit, vor allem zu Stress und Schlaf. Das BfR kommt allerdings zu dem Schluss, dass die beworbenen Wirkungen wissenschaftlich nicht ausreichend belegt sind. Zu Shilajit ist die Datenlage noch dünner, das ordnen wir in Wirkt Shilajit? ehrlich ein. Für keines der beiden sind in der EU gesundheitsbezogene Angaben zugelassen.
Was das BfR zu Ashwagandha sagt
Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät von Ashwagandha-haltigen Produkten ab, ausdrücklich für Kinder, Schwangere, Stillende und Menschen mit Lebererkrankungen. Das BfR nennt mögliche Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Benommenheit und Kopfschmerzen, mögliche Einflüsse auf Schilddrüse, Blutzucker und Hormone, Fallberichte zu Leberschäden sowie mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten gegen Diabetes, Bluthochdruck und mit Immunsuppressiva. Auch andere europäische Behörden sehen Ashwagandha kritisch. Mehr dazu in Ist Ashwagandha sicher?
Und Shilajit?
Shilajit ist im EU-Novel-Food-Katalog als „nicht neuartig“ für Nahrungsergänzungsmittel geführt und darf so verkauft werden, mehr dazu in Ist Shilajit verboten? Auch bei Shilajit gilt: Schwangere und Stillende, Menschen mit hohen Eisenwerten oder Gicht und Menschen, die regelmäßig Medikamente nehmen, sollten vorher ärztlichen Rat einholen. Mehr dazu in Wer sollte kein Shilajit nehmen? Das größte Risiko bei Shilajit ist die Qualität, denn es stammt aus Gestein. Deshalb sind unabhängige Prüfungen auf Schwermetalle und Mikroben wichtig.
Kann man beides zusammen nehmen?
In klassischen ayurvedischen Rezepturen werden beide kombiniert. Studien zur Kombination gibt es aber kaum. Angesichts der Einschätzung des BfR zu Ashwagandha raten wir, eine Kombination nur nach ärztlicher Rücksprache auszuprobieren, besonders wenn Sie Medikamente nehmen oder eine Schilddrüsen- oder Lebererkrankung haben.
Fazit
Die beiden Stoffe sind keine Alternativen zueinander, sondern ganz verschiedene Dinge. Wer ein Naturprodukt für die tägliche Routine sucht, sollte bei beiden realistisch bleiben und die Hinweise der Behörden ernst nehmen. Wer unter anhaltendem Stress oder Schlafproblemen leidet, ist mit einem Arztgespräch besser beraten als mit jedem Nahrungsergänzungsmittel.
Unser Himalaya-Shilajit wird ohne Zusätze abgefüllt und jede Charge unabhängig geprüft, die Berichte finden Sie unter Laborberichte. Zum Himalaya-Shilajit-Harz (30 g) und zu den Shilajit-Tropfen (30 ml). Einen weiteren Vergleich finden Sie in Shilajit oder Tongkat Ali.
Häufig gestellte Fragen
Was ist besser, Shilajit oder Ashwagandha?
Die beiden sind sehr verschieden und lassen sich nicht direkt vergleichen. Für keines sind in der EU gesundheitsbezogene Angaben zugelassen.
Ist Ashwagandha in Deutschland erlaubt?
Ashwagandha wird in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät jedoch von der Einnahme ab, besonders für Kinder, Schwangere, Stillende und Menschen mit Lebererkrankungen.
Kann man Shilajit und Ashwagandha zusammen nehmen?
Zur Kombination gibt es kaum Studien. Wir empfehlen, das nur nach ärztlicher Rücksprache zu tun.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden.
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