Mumijo oder Shilajit: Ist das dasselbe?
Die kurze Antwort
Ja, Mumijo und Shilajit sind dasselbe: ein dunkles, natürliches Harz, das sich über sehr lange Zeit in Felsspalten hoher Gebirge bildet. „Mumijo“ ist der Name aus dem persischen und russischen Sprachraum, „Shilajit“ der Name aus Indien, Pakistan und Nepal. Unterschiede gibt es trotzdem, aber sie liegen in der Herkunftsregion, der Reinigung und der Darreichungsform, nicht im Namen.
Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach diesem Bergharz sucht, stößt fast immer zuerst auf das Wort Mumijo. In englischsprachigen Shops heißt dasselbe Produkt dagegen Shilajit. Viele fragen sich deshalb, ob es sich um zwei verschiedene Dinge handelt oder ob einfach nur zwei Namen für ein und dieselbe Substanz im Umlauf sind. Die Antwort ist einfacher, als viele Produktseiten vermuten lassen.
Woher kommen die beiden Namen?
Mumijo geht auf das persische Wort mumiya zurück, das ursprünglich für dunkle, harzartige Stoffe wie Erdpech verwendet wurde. Aus derselben Wurzel stammt übrigens auch das deutsche Wort „Mumie“. Über Zentralasien und Russland, wo das Harz aus dem Altai- und Pamirgebirge seit Langem bekannt ist, kam der Name in den deutschen Sprachraum. Daneben findet man Schreibweisen wie Mumiyo oder Moomiyo.
Shilajit ist ein Wort aus dem Sanskrit und wird häufig mit „Bezwinger der Berge“ übersetzt. Es ist der übliche Name im Himalaya-Raum, also in Pakistan, Indien und Nepal, wo das Harz seit Jahrhunderten traditionell verwendet wird. Im Urdu und Hindi hört man auch „Salajeet“.
Es handelt sich also nicht um zwei Produkte, sondern um zwei Sprachtraditionen für dieselbe Naturerscheinung.
Was ist Mumijo eigentlich?
Mumijo bzw. Shilajit entsteht, wenn Pflanzenreste über sehr lange Zeiträume zwischen Gesteinsschichten eingeschlossen werden und sich langsam zersetzen. In den warmen Monaten wird das Harz weich und tritt aus Felsspalten aus, wo es von Hand gesammelt wird. Das Rohmaterial enthält zunächst noch Gestein, Erde und andere Verunreinigungen und muss deshalb gereinigt werden, bevor es verzehrt werden kann.
Das gereinigte Harz besteht vor allem aus Huminstoffen, insbesondere Fulvinsäure, sowie aus natürlich vorkommenden Spurenelementen. Wenn Sie mehr über diesen Bestandteil wissen möchten, finden Sie alles Wichtige in unserem Artikel Was ist Fulvinsäure?
Altai-Mumijo und Himalaya-Shilajit: Wo liegt der Unterschied?
Ein echter Unterschied besteht nicht zwischen den Namen, sondern zwischen den Herkunftsregionen. In Deutschland verkauftes Mumijo stammt häufig aus dem Altai-Gebirge an der Grenze von Russland, Kasachstan, der Mongolei und China. Unter dem Namen Shilajit wird meist Harz aus dem Himalaya angeboten.
Da sich Geologie, Höhenlage, Klima und Pflanzenwelt der Regionen unterscheiden, kann auch die Zusammensetzung des Harzes unterschiedlich ausfallen, etwa beim Gehalt an Fulvinsäure oder beim Mineralprofil. Ehrlicherweise muss man aber sagen: Die Herkunft allein sagt noch nichts über die Qualität eines einzelnen Produkts aus. Wie gründlich gereinigt wurde und was die Laborwerte zeigen, ist mindestens genauso wichtig. Einen ausführlichen Vergleich der beiden Regionen lesen Sie in unserem Beitrag Himalaya-Shilajit vs. Altai-Shilajit.
Tabletten, Kapseln oder Harz?
Ein weiterer Grund, warum Mumijo und Shilajit oft wie zwei verschiedene Produkte wirken, ist die Form. Mumijo wird im deutschsprachigen Handel häufig als Tablette oder Kapsel angeboten, also als getrockneter Extrakt, manchmal mit zusätzlichen Trägerstoffen. Shilajit findet man dagegen öfter als reines Harz in der Dose oder als flüssige Tropfen.
Keine dieser Formen ist automatisch besser oder schlechter. Harz ist die ursprünglichste Form und enthält im Idealfall nichts anderes als das gereinigte Harz selbst. Tabletten und Kapseln sind bequem, aber hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Zutatenliste, um zu sehen, wie viel Mumijo tatsächlich enthalten ist und was noch hinzugefügt wurde. Die Vor- und Nachteile der einzelnen Formen erklären wir in Shilajit-Harz, Tropfen oder Gummies: Was passt zu Ihnen?
Worauf Sie beim Kauf von Mumijo achten sollten
Ob auf dem Etikett Mumijo oder Shilajit steht, spielt für die Qualität keine Rolle. Entscheidend sind andere Punkte.
Unabhängige Laborberichte. Ein seriöser Anbieter lässt sein Harz auf Schwermetalle wie Blei, Arsen, Cadmium und Quecksilber sowie auf Mikroorganismen prüfen und legt die Ergebnisse offen. Seit amtliche Untersuchungen in Deutschland in mehreren Mumijo-Produkten Mineralölrückstände gefunden haben, lohnt sich auch die Frage nach diesem Test.
Klare Herkunft. Der Hersteller sollte sagen können, aus welcher Region das Harz stammt und wie es gereinigt wurde. Vage Angaben wie „aus den Bergen“ reichen nicht.
Eine kurze Zutatenliste. Bei reinem Harz sollte nichts anderes als Mumijo bzw. Shilajit enthalten sein. Bei Tabletten und Kapseln sollten Sie prüfen, welche weiteren Stoffe verwendet werden.
Vorsicht bei großen Versprechen. Mumijo ist in der EU ein Lebensmittel bzw. Nahrungsergänzungsmittel und kein Wundermittel. Anbieter, die Heilung oder garantierte Wirkungen versprechen, sollten Sie skeptisch machen. Wie Sie echtes von gefälschtem Harz unterscheiden, zeigt unser Leitfaden Echtes vs. gefälschtes Shilajit.
Mumijo von Minerals Pitch
Unser Shilajit ist im Grunde Mumijo aus dem Himalaya, nur unter seinem dortigen Namen. Wir sammeln das Harz in Gilgit-Baltistan im Norden Pakistans, reinigen es mit Wasser, Filtration und Sonnentrocknung und füllen es ohne Zusatzstoffe ab. Jede Charge wird von einem unabhängigen Labor geprüft, unter anderem auf Schwermetalle, Mikroorganismen und Aflatoxine. Die Berichte finden Sie unter Laborberichte. Die Produktion ist nach ISO 22000, GMP und HACCP zertifiziert, außerdem ist unser Shilajit Halal-zertifiziert. Alle Nachweise finden Sie auf unserer Seite mit den Zertifizierungen.
Wenn Sie es ausprobieren möchten, ist unser Himalaya-Shilajit-Harz (30 g) die ursprünglichste Form. Wer es einfacher mag, greift zu unseren Shilajit-Tropfen (30 ml). Wie viel Sie nehmen und wann, erklärt unsere Anwendungsanleitung.
Wir liefern nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz, je nach Verfügbarkeit aus unserem Lager in Großbritannien oder in Pakistan. Die Lieferzeit beträgt in der Regel 7 bis 14 Tage. Da die Sendung von außerhalb der EU kommt, können bei der Einfuhr Zollgebühren oder Einfuhrumsatzsteuer anfallen.
Häufig gestellte Fragen
Ist Mumijo dasselbe wie Shilajit?
Ja. Beide Namen bezeichnen dasselbe natürliche Bergharz. Mumijo ist der Name aus dem persischen und russischen Sprachraum, Shilajit der Name aus dem Himalaya-Raum.
Was bedeutet das Wort Mumijo?
Mumijo geht auf das persische Wort mumiya zurück, das für dunkle, harzartige Stoffe stand. Auch das deutsche Wort „Mumie“ hat diesen Ursprung.
Ist Altai-Mumijo besser oder schlechter als Himalaya-Shilajit?
Die Zusammensetzung kann sich je nach Region unterscheiden, doch die Herkunft allein entscheidet nicht über die Qualität. Wichtiger sind eine gründliche Reinigung und unabhängige Laborberichte für das konkrete Produkt.
Warum gibt es Mumijo meist als Tabletten?
Tabletten und Kapseln sind im deutschsprachigen Handel eine verbreitete Form, weil sie leicht zu dosieren sind. Reines Harz ist die ursprünglichere Form und enthält im Idealfall keine weiteren Zutaten.
Wer sollte kein Mumijo einnehmen?
Schwangere, Stillende und Personen unter 18 Jahren sollten darauf verzichten. Wenn Sie eine Erkrankung haben oder regelmäßig Medikamente einnehmen, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel Wer sollte kein Shilajit einnehmen?
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden.